Die drei Arten von Angst

Die drei Arten von Angst

Angst hat viele Gesichter, die sich subtil oder ganz offensichtlich zeigen können. Mal spüren wir Angst ganz deutlich und manchmal eher schwach, manchmal sind wir äußerlich ruhig und dennoch zittern unsere Knie. In Angst kann man sich hinein steigern oder sie ignorieren und ausblenden. Ganz oft verbirgt sich Angst hinter Masken, und solange wir ihr wahres Gesicht nicht kennen, ist es schwer ihr zu begegnen. Angst kann etwas Gutes sein, denn sie warnt uns vor Gefahren und lässt uns gesunde Grenzen erkennen – aber wenn Angst sich zu sehr generalisiert, wird sie zu einer Belastung für unser Leben.

#1 Die bewusste Angst

In den Blüten von Edward Bach wird diese Form der Angst der Blüte Mimulus zugeordnet, in den Essenzen von Aura-Soma finden wir sie in der Farbe Gelb. Die bewusste Angst ist etwas, das wir in Worte fassen und somit benennen können. Wir sind uns über diese Angst, ihren Auslöser und den möglichen oder absehbaren Konsequenzen absolut im Klaren, und können das klipp und klar in Worte fassen. Beispielsweise fallen wir durch eine Prüfung, wenn wir nicht gelernt haben und werden in Folge möglicherweise nicht versetzt. Oder wir haben einen Termin beim Zahnarzt und es tut schon der Zahn weh, und wir haben das schon mal erlebt, dann haben wir Angst die gleichen Schmerzen wieder zu erleben, auch wenn das vielleicht schon 30 Jahre her ist und die Zahnmedizin sich weiter entwickelt hat und diese Angst somit möglicherweise unsinnig ist. Wir haben Angst vor Schmerz, und das ist etwas greifbares und real. Sich dieser Angst stellen zu müssen führt möglicherweise zu:

#2 Panik

Panik stimuliert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion durch Nervenimpulse die eine schlagartige Freisetzung von Adrenalin bewirken. Das bewirkt einen erhöhten Muskeltonus, erhöht den Herzschlag und die Atemfrequenz, der Mund kann trocken werden und wir können das Gefühl haben ständig auf die Toilette rennen zu müssen (da dieses Gewicht einer Flucht hinderlich wäre). Da Adrenalin nur kurz wirkt erhöht sich der Cortisolspiegel im Blut. Dieser alte Überlebensinstinkt ist in unserer modernen Welt immer noch allgegenwärtig, obwohl wir ihn eigentlich nicht mehr brauchen, und ist verantwortlich für eine Überstimulation des aktiven Pols unseres vegetativen Nervensystems (Sympatikus). Wenn wir nicht flüchten können, steigt ein Gefühl von Panik in uns auf, evtl. auch mit Hyperventilation – das sind allerdings nur Paniksymptome, denn ‚Panikattacken‘ haben keinen spezifischen Auslöser (die bekommt man auch dann wenn alles gut ist), auch wenn sich beides in der Praxis im Prinzip gleich anfühlt. Bei Panik hilft Atmen und Rock Rose.

#3 Unbewusste Ängste

Das sind Ängste, die uns nicht zugänglich sind. Dieser Angst ist die Bachblüte Aspen zugeordnet. Im System von Aura-Soma haben diese Ängste die Farbe Gold, und sie verkörpern unsere tiefsten und ältesten Ängste, da das Gold auch für Weisheit und die Verkörperung unserer Seelenessenz steht. Die tiefste Angst liegt oft darin man selbst zu sein, sich selbst mit all seinen Talenten, Geschenken und Schattenseiten in dieser Welt vollkommen auszudrücken und sich selbst bedingungslos zu lieben. Doch statt auszudrücken was in uns ist, unterdrücken wir diese Impulse und machen sie damit unzugänglich. Sie begegnen uns dann mit Masken in dem was wir wahrnehmen, und nicht in Worte fassen können. Wir alle wissen bespielsweise wie es sich anfühlt, bei einer Sache ein flaues Gefühl im Magen zu haben, aber nicht sagen zu können warum das so ist. Eine der Masken unbewusster Angst ist beispielsweise Neid, hinter dem sich die Angst nicht gut genug zu sein, nicht geliebt oder ungerecht behandelt zu werden oder einfach eine Angst vor Mangel verstecken kann. Und da wir nicht hinschauen wollen, fühlen wir Neid, da wir uns vergleichen. Das Thema der unbewussten Ängste ist extrem vielschichtig und erfordert nicht nur einen eigenen Blogpost zum Thema, sondern viele. 🙂

Angst ist allgegenwärtig um uns herum und das beste Mittel gegen Angst ist der Atem. Das Wort Angst kommt von Enge, und da wo der Atem fließt ist Raum und Weite und darin kann die Angst nicht existieren.

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